Die Vuvuzela, teilweise auch Vuvu genannt, ist ein Blasinstrument, das insbesondere mit dem südafrikanischen Fußball in Verbindung gebracht wird. In der Form ähnelt sie einer etwa unterarmlangen Trompete, sie hat allerdings keinerlei Klappen, die mit den Fingern zu bedienen wären. Wer mit der nötigen Kraft in Lungen und Lippen in eine Vuvuzela bläst, erzeugt damit einen langen, lauten Ton, der dem Tröten eines Elefanten ähnelt.

Was den Namen des Instruments angeht, so gibt es verschiedene Theorien hinsichtlich seiner Herkunft. Ob er aus der Bantusprache abgeleitet ist, oder aus einem den Townships eigenen Slang, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Ebenso erheben verschiedene Menschen Anspruch auf die Erfindung der Vuvuzela. Fest steht jedoch, dass sie sich zurzeit unter Fußballfans aus aller Welt großer Beliebtheit erfreut.
Früher wurden Vuvuzelas in der Regel aus Blech hergestellt, heute ist jedoch die Massenproduktion aus Plastik in den verschiedensten Farben verbreitet. Die Instrumente werden besonders jetzt, kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft, als Fanartikel in den Nationalfarben diverser Länder zum Kauf angeboten. Ihr Klang wird die Weltmeisterschaft 2010 prägen wie kein weiteres Merkmal.
Bereits beim Confederations Cup, der im Jahr 2009 in Südafrika stattfand, wurden auf den Fantribünen massenweise Vuvuzuelas eingesetzt, und sie sind nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Jede einzelne Tröte kann eine Lautstärke von bis zu 130 Dezibel erreichen, und dieser Lärm hat einige Journalisten, Spieler und Trainer gestört. Manche gingen sogar soweit, ein Verbot zu fordern. Diese Forderung wurde von der FIFA jedoch abgewiesen, und somit darf jeder, der es schafft, die richtige Blastechnik zu erlernen, dies nach Lust und Laune kundtun.
Vuvuzelas sind bereits für drei bis fünf Euro zu erstehen, für Exemplare mit besonderer Bemalung zum Beispiel sind jedoch durchaus auch Preise von 70 Euro möglich. Egal für welche Preisklasse man sich jedoch entscheidet, mit der Vuvuzela hält man das Symbol der Fußbell-Weltmeisterschaft 2010 in der Hand. Daran besteht bereits vor deren Beginn kein Zweifel mehr.
Der Countdown läuft, nur noch wenige Tage bis zum Beginn des Weltfestes um den Fußball in Südafrika, der WM. Für viele von uns ein unbekanntes Land, aber eines ist seinem Ruf schon lange vorausgeeilt: Die Diskussion um das traditionelle südafrikanische Instrument, die Vuvuzela.
Mit einer Lautstärke von 120 Dezibel wird sie das Geschehen in den Fußballarenen des Gastlandes der WM mit bestimmen. Kaum größer als die Länge eines Unterarms, hat sie einen rasanten Aufstieg aus den Townships in die Fussbalstadien dieser Welt erlebt. Populär wurde das “Instrument” in den 90er Jahren in Südafrika. Bestand es zu Beginn nur aus Blech, so erreichte es nach der Umstellung der Produktion auf Plastik eine schnellere Verbreitung. Inzwischen schmückt es sich mit den bunten Farben der verschiedensten Nationalitäten.
Erinnert auch der Klang an das fröhliche Trompeten eines Elefanten, so war die Mitnahme zu den Spielen in die Stadien in der Planungsphase der WM heftig umstritten. Insbesondere Fernsehsender fürchteten, dass das lautstarke Getöse tausender Vuvuzelas die Qualität der Übertragungen einschränken könnte. Auch von Seiten der Spieler wurde befürchtet, das “Elefantenkonzert” könne dazu führen, die Konzentration auf das Spielgeschehen zu beeinflussen. Abschließend entschied sich die FIFA trotz dieser Kritik, die Vuvuzela zur Unterstützung der eigenen Mannschaft für die Fußball WM 2010 zuzulassen. Auch wenn es einer guten Lunge und kräftiger Lippen bedarf, ihm einen Ton zu entlocken, hat sich Beliebtheit des kleinen Instrumentes mit der Wirkung eines Elefantenrüssels weltweit auch auf den Verkaufspreis ausgewirkt.
Konnte man das “Horn von Afrika” in den Touristengebieten anfangs noch für günstige 3 EUR erstehen, so hat sich der Preis in der Hoffung auf fußball- und lautstärkebegeisterte Käufer inzwischen auf 10 bis 20 EUR erhöht.
Durch die Verbreitung, die der kleine schmale Klangkörper zwischenzeitlich auch in Deutschland erfahren hat, wird sich in den Jubel anlässlich eines Tores der eigenen Mannschaft in den Arenen des Public Viewings auch für die Daheimgebliebenen das ohrenbetäubende Trompeten hunderter Elefantenfamilien mischen. Eine unliebsame Überraschung dürfte der Füßballfan erleben, der seine Vuvuzela in spielfreien Stunden nicht gut genug versteckt hat, und nach einer durchfeierten Fussballnacht am nächsten Morgen von seinem Kind mit einem fröhlichen, seinen Ohren vertrauten Geräusch geweckt wird.